13.02.10 Fährstrasse 115 Fuck, Wolves! und Chaos Is


20h Einlass - Fährstrasse 115 - Hamburg-Wilhelmsburg (S-Bahn-Station Veddel)
Chaos is: Deluxe Geschreie aus Straßbourg, Frankreich. Der ist
Myspace: www.myspace.com/chaoishxc
Fuck, Wolves!: Kaiserslaughterns&Saarbrooklyns in Sachen Screamo.
Myspace: www.myspace.com/fuckwolves
(das gelik ist umsonst)16.11.08 Rote Flora Affordable Hybrid + Girolamos Walk

Indie Garage Punk aus Vändersborg (Swe)
Affordable Hybrid
Hamburger Schrei Individualisten
Girolamos Walk
06.10.08 Rote Flora Auxes + Guillotine + Dead Patriots

Auxes (Carrboro,
North Carolina, USA)
Ursprünglich als
Soloprojekt von Dave von Milemarker ins Leben gerufen, hat sich das
„Projekt“ Auxes inzwischen zu einer kompletten Band
entwickelt, bei der u.a. Mitglieder von Fin Fang Foom, Bats and Mice,
Sleepytime Trio, Milemarker mitmischen. Die Band wird daher auch gern
mal als Carrboro/Chapel Hill All Star Band beschrieben.
Musikalisch stelle
mensch sich das Ganze als zugänglichere Variante von Milemarker
vor, mit Einflüssen von Challenger, Constantines und den
Replacements. Das erste Album ist im August bei Lovitt Records (u.a.
Haram, Denali) erschienen.
Bandhomepage:
www.auxes.com
Kostproben:
www.myspace.com/auxes
Guillotine (Neuss)
Schneller, trashiger
Hardcore mit leichtem Screamo-Einschlag a la Betercore. Die Lieder
dauern meist um die 53 Sekunden und sind laut Eigenaussage „für
viele Hardcore-Kids [..] zu punkig, für die Crusties [..] zu
kurz“. Textlich wird gegen Gesellschaft, Ikea und die Szene im
Allgemeinen vorgegangen, veröffentlicht hat die Band bislang
eine 7“ sowie eine Split mit den befreundeten Bands SM40,
Mass//Strangulation und Nervous Breakdown. Alles andere bleibt
abzuwarten.
Bandhomepage:
http://gunsout.com/guillotine
Bandinterview:
http://www.ox-fanzine.de/interview/rid/2622/interview-guillotine.26.html
Kostproben:
www.myspace.com/guillotinehc
Dead Patriots
(Neuss)
Die Dead Patriots sind
seit 2004 in Sachen melodischen HC-Punkrock (mit Betonung auf Rock)
unterwegs. Eine erste EP namens „Revolution is a sound“
(so so ...) gibt es beim ebenfalls aus Neuss stammenden Kill The Hype
Label.
Kostproben:
www.myspace.com/deadpatriotsband
16.07.08 Rote Flora Meneguar & Tar..Feathers

Bandinfos kommen später!
Meneguar
Tar...Feathers07.07.08 Rote Flora Red Herring + Discarga

Bandinfos kommen später!
Red Herring
Discarga02.07.08 Rote Flora Titan

Bandinfos kommen später!
Titan16.06.08 Rote Flora Neinneinnein + Matula + Jordan + End of a Year

Bandinfos kommen später!
Nein Nein Nein
Matula
Jordan
End of a Year
13.04.08 Rote Flora Shokei + Kids Explode

19.03.08 Rote Flora Sinaloa + Daniel Striped Tiger + Pete The Pirate Squid

25.01.08 fs115 thomas van norden + rieke dekelsen

09.12.07 fs115 lost film fest

26.11.07 rote flora Daitro + Heaven In Her Arms

Daitro
über diese band noch viele worte zu verlieren, hieße baguettes nach lyon tragen. sie sind eine der wenigen wirklich substanziellen und relevanten europäischen punk/hc bands der post-YAGE-zeit und vor allem live ein unvergessliches erlebnis.
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Heaven In Her Arms
"introspective post hardcore" nennen sie es - der verzweifeltste gesang diesseits von DANSE MACABRE trifft auf epischen screamo, der irgendwo zwischen japanischer (ENVY) und französischer schule einzuordnen wäre; gekonnt, abwechslungsreich und angenehm klischeefrei.
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website (on myspace) 18.11.07 rote flora suis la lune, jordan + rahim

suis la lune
klingen zeitweilig wie ein verlorengeglaubtes Juwel aus den
Mittneunzigern - abwechselnd laut/leise, mal melodische, mal krachige
Gitarren, gespochene bis geschrieene Vocals. Sie kombinieren diesen
Sound mit epischen, komplexen Songstrukturen und schaffen so Musik von
hinreißender, intensiver Schönheit.
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28.10.07 fs115 The Youths, Lights Out + Alert

The Youths
oldschool punk/hc amerikanischer prägung aus lissabon. der bewährte und hier mit beeindruckender vehemenz vorgetragene frühachtziger-sound wird ab und an mit retro-'77-garagenklängen a la THE VICIOUS angereichert, und das knallt ordentlich.
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Lights Out
punk/hc der alten schule aus stuttgart. der bandname verräts und macht auch keine falschen verprechungen: kurze songs ohne viel firlefanz, aber umso mehr energie auf die zwölf gebracht.
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Alert
melodischer punkrock aus kiel, politisch aussagekräftige texte treffen auf wehmütige gitarren mit wumms hinter.
website (on myspace)21.10.07 fs115 Affordable Hybrid + Fuzzbeer

Affordable Hybrid
absolut phantastischer indie-post-hardcore aus schweden, der uns schon letztes jahr begeistert hat. die musik darf dann auch gerne mal mit "SONIC YOUTH treffen auf HOT SNAKES" beschrieben werden, auch wenn das jetzt mutig scheint - übertrieben ist es nicht. hinkommen, anschauen, abfeiern!
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Fuzzbeer
schneller, straighter punk mit rock'n'roll-kante und arschtrittgarantie a la NEW BOMB TURKS oder frühe GLUECIFER.
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14.10.07 fs115 Radiator 865 + Drowning Dog & DJ Malatesta

radiator 865
machen Punk/HC mit Cello. Das kracht im Gebälk und scheppert im Keller. Mal straight, mal nicht so straight. Textlich kompromisslos.
drowning dog & dj malatesta
Anarcho No-Field Electronica at its best! Das Duo aus San Francisco fährt wunderbar minimalistische, elegante und gleichzeitig höchst dringliche Beats zu politisch aufgeladenen Texten auf. Wer auf Hip Hop steht und trotzdem auf einen gewissen Anspruch nicht verzichten mag, dürfte hier goldrichtig liegen.
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21.09.07 rote flora pink tank fest - life at these speeds, meneguar, patterns, pavilionul 32, die charts + solitary jan

solitary jan
sang bis neulich bei kurhaus und hat sich jetzt, um klischees zu erfüllen, entschlossen mit einer akkustikgitarre rum zu stehen und lieder zu singen. die agenda ist simpel: das leben ist kompliziert und am ende ist doch immer der kapitalismus schuld. erster und vorläufig einziger auftritt auf europäischem boden. ps: tiere sind super!
www.myspace.com/solitaryjan
die charts
neulich in da wo der heisse scheiss herkommt: zwei menschen singen lieder begleitet von tasteninstrumenten und pendeln dabei zwischen kaufhausmusik, chanson und zdf hitparade. das ganze allerdings gepaart mit texten, die berühren, und einer intensität, wie sie kaum eine crustband mit zehn gitarren mehr erreichen würde. lokalpatriotismus ist scheisse, aber solche blumen können echt nur in hamburg blühen…
www.diecharts.de
pavilionul 32
sind aus timisoara in rumänien und spielen so eine mischung aus anarchopunk und fastcore. bei textsicherheit enorm mitschreikompatibel. ohne textsicherheit bleibt immer noch rumgehampel und aggressives kopfnicken. politik und d.i.y. sind sowieso mit an bord. ultrasympathisch und qualitativ hochwertig. putting romania back on the map!
www.myspace.com/pavilionul32
patterns
sind aus köln und sind damit zu gange den heissen scheiss, der die letzten jahre aus new york via dfa und co. zu uns gekommen ist musikalisch mit dem sound von washington d.c. von ende der 1980er zu paaren. am postpunk locker vorbei, posthardcore auch überholt. eine ganz eigene mischung zwischen durchdrehen, abzappeln und betroffen in der ecke sitzen und die welt nicht mehr verstehen. stellt euch north of america auf schlechtem koks vor oder alte the rapture in der besetzung von fugazi auf tour im lande oz.
www.myspace.com/pttrns
meneguar
kommen aus new york city und machen indie rock aber das ganze subkulturell verankert in der d.i.y. hc/punk szene. sind brutal gut, aber pssst. sonst kommt noch der ganze revolver club rüber zu uns. tolle gitarren und wunderbare gesangslinien gepaart mit einer ausstrahlung, die sie meilenweit von all den interpol-clones und nachgemachten strokes abhebt. auf platte haben sie dazu noch einen ganz eigenen, völlig unprätentiösen sound. wenn sie all das, was sie auf tonträgern ausstrahlen, nur halbwegs auf die bühne retten können, dann macht euch schon mal zum dahinschmelzen bereit.
www.myspace.com/meneguar www.yellowisthenewpink.com/articles_detail.php?idno=23
life at these speeds
sind aus portland und machen trotzdem keinen crust. dafür spielen sie die atemberaubendste mischung aus diversen hc/punk-substilen, die mir seit langem begegnet ist. breitwandgitarren wie bei screamo treffen auf tolle, tolle, tolle gitarrenlinien, und dazu ein intelligentes schlagzeug das aber auch nach vorne geht wie sau, wannimmer es sein muss. vorneweg ein sänger, dessen stimme ich einfach alles glaube, egal ob sie nun behaupten würde die welt sei eine blumenwiese oder sie ginge gerade unter. ich glaube, in ihren songs kommen beide behauptungen vor. meistens zeitgleich. planes mistaken for stars, wow owls, rites of spring. das ist die grössenordnung an grossartigkeit, von der wir hier sprechen. ladet euch irgendwo den song „retina“ runter und ihr wisst, was ich meine… <3
www.myspace.com/lifeatthesespeedspdx
killingcupid.net/lats.html 16.08.07 rote flora
her breath on glass telekolleg + khere

telekolleg
standen schon lange auf dem pinken wunschzettel. der fünfer aus berlin bieten das maximum an walze ohne jemals wirklich metal zu werden. sängerin kirstin ist dreht durch als wäre sie super mario und überall wäre donkey kong. die musik dazu ist geprügel mit tiefgang und vielen versteckten harmonien. würde heutzutage auf konzerten noch getanzt werden, wäre hier sicherlich richtig alarm. alles in allem ein ziemliches inferno. wenn hardcore krieg wäre, würde ich nicht gegen die kämpfen wollen. wer zann und eaves mag und telekolleg nicht, die/der hat nicht richtig zugehört. http://www.myspace.com/telekolleg
khere kommen aus italien und machen screamo und wie sich das gehört sind auch noch leute von la quiete dabei. ohne mit der wimper zu zucken kombinieren sie atmosphäre mit technischer finesse und durchdrehen. wut, angst, verzweiflung, hoffnung. irgendwie alles auf einmal und das ganz schön intensiv. könnte einigen auch von der „emo apocalypse“ compilation auf react with protest bekannt sein. nennt mensch so was jetzt schon wieder emo violence oder ist der begriff immer noch uncool? sagen wir einfach gewalt-screamo. das passt schon… http://www.myspace.com/khere 09.08.07 rote flora shokei, gtuk + fjoelk

03.08.07 störte zann, julith krishun + betty oetker

zann Das DDR-Moshmonster kehrt nach einigen US- und Japantourneen mal wieder in Hamburg ein. ZANN sind die beispielhafte Verkörperung von Ideal, Integrität und Inspiration in Zeiten allgemeiner Lethargie, Oberflächlichkeit und Resignation, ihre Platten und Konzerte massive Arschtritte, die dir das Gefühl geben, dass das alles doch funktionieren kann, weil es das muss und weil du das willst. Die der ganzen Scheiße endlich mal wieder einen Sinn geben. Nicht mal Mofa fahren ist geiler.
betty oetker Die fünf Hamburger servieren uns als Vorspeise eine Portion COALESCE, zum Hauptgang ein paar Kellen CONVERGE und als Nachtisch einen Schwung JOSHUA FIT FOR BATTLE. Dazu dann ein paar Gläser BOTCH. Ein feistes Chaos-Screamo-Moshcore-Menü, nicht ganz leicht verdaulich, aber gekonnt serviert. Guten Appetit.
julith krishun
Und noch ein haufen Wiedervereinigungsverlierer, diesmal aus Dresden. Und auch hier steht mensch offenhörbar auf metallisch angehauchten Mathcore der Marke BOTCH & Co. Es scheppert, schleppt, röchelt, keift, bolzt, dengelt und gniedelt wie ein amoklaufender alter John Deere Traktor auf 110 Oktan. Eins der höchsten Komplimente, die wir bei uns aufm Dorf vergeben.
http://www.myspace.com/julithkrishun 31.07.07 fähr. 115 tar... feathers + neil on impression

neil on impression
grandioser instrumentaler post-rock a la GYBE! und konsorten, nur halt besser.
http://www.myspace.com/neilonimpression
tar... feathers eigenwilliger, exzentrischer indiekram irgendwo zwischen MODEST MOUSE, MENEGUAR und BONNIE PRINCE BILLY. http://www.myspace.com/tarfeathers 27.07.07 rote flora hobby + dellwo

hobby Bei HOBBY dreht sich alles um charmante Melodien, Punkrockgerotze und Discobeats – vorgetragen von vier trainingsjacken-, jeans- und brillentragenden Fahrradfahrern, die in den 80ern irgendwo bei Frankfurt am Main auf die Welt kamen. Das TRUST schreibt von "billigem DIY Homerecording LoFi-Elektro-Punk" und findet's scheiße – eine bessere Empfehlung kann es eigentlich nicht geben.
http://www.myspace.com/hobby
dellwo Punk, alta. Aus Hessen. Turbostaat finden die gut, wir auch. Warum? Darum, unter anderem: "kriechkotze im auto - mit augen auf halbmast - es gab eintopf und pudding - und jetzt marschieren im park - die familie, die festung - am heiligen sonntag - die familie, das scheißhaus - wo alles verreckt! mit gewaschenen fingern und gebügeltem hass - und wie oft stichst du zu - wenn du dich endlich traust!"
http://www.myspace.com/dellwo 26.07.07 rote flora adorno + suchi rukara

adorno
Nein, keine Deutschpunkband, die sie nach Th. W. benannt hat. ADORNO kommen aus Portugal, der Name bedeutet in der Landessprache in etwa "Ornament". Recht passend zu ihrem verspielten, abwechslungsreichen und energetischen Emocore, der eine grandiose Livepräsentation verspricht.
http://www.myspace.com/adornno
suchi rukara
Ebenso wie ADORNO aus Portugal kommend und zusammen mit diesen auf Tour. Musikalisch ähnlich, aber um einiges wütender, chaotischer und metallischer – man denke da an Referenzen wie BOTCH oder COALESCE – zudem eindrucksvoll umgesetzt.
http://www.myspace.com/suchirukara 27.06.07 rote flora phoenix bodies, ed gein + cease upon the capitol

cease upon the capitol
Die frühen Aufnahmen der drei aus Tennessee ließen auf eine sehr gekonnte amerikanische Antwort auf europäische Bands wie RAEIN oder eben LA QUIETE schließen, spätenstens jedoch mit ihrer letztes Jahr auf REACT WITH PROTEST erschienenen LP sowie der folgenden Europatour haben sich CEASE UPON THE CAPITOL von erfolgreich von derartigen Vergleichen emanzipiert. Vor allem live versteht es die Band, riesige Mengen an Energie zu enfalten und eine intensive Stimmung zu schaffen, die selbst unbedarfte Zuhörer in ihren Bann reißt.
phoenix bodies
PHOENIX BODIES sind ex-MARA'AKATE und USURP SYNAPSE, jedoch um einiges wütender, böser und gnadenloser als diese. Statt Screamo gibt es eine gewaltige Kelle Chaosmetal mit Grindcoreanleihen um die Ohren, die ein um's andere Mal ziemlich nach GRAF ORLOCK schmeckt – und das ganz ohne Bassisten. Ein feiner Leichenschmaus.
ed gein
Eine Band, die sich nach einem Serienkiller benennt – klar, dass da nicht gerade Indie-Pop auf dem Programm steht. Das Trio aus Syracuse / NY spielt eine krude Kombination aus Math- / Grind- und Metalcore – man stelle sich eine Mischung aus DILLINGER ESCAPE PLAN und PIG DESTROYER vor, jedoch mit ausgesprochen politischen Texten. 10.05.07 rote flora monotekktoni + hans unstern

hans unstern kommt mit band aus berlin rüber oder war’s doch omaha? hier wird an epischem gitarrenrock geschraubt, der es melancholiemäßig durchaus mit frühen blumfeld aufnehmen kann. vom stil her ist aber doch eher nordamerika als norddeutschland die heimat.. tolle, heulende gitarren, ganz große melodien, lyrisches talent und ein sänger mit unschlagbar charismatischer stimme. wer’s nicht glaubt, checke doch bitte das abgrundtief schöne video auf der myspaceseite.
monotekktoni
ist eine ein-frau-elektronik-armee aus berlin, die stilistisch zwischen allen stühlen wuselt. den inhalt immer im blick, wird mit verzerrten synthies und harten beats ein düsteres klangbild gemalt, über dem die hypnotische stimme der künstlerin selbst thront. eigenwillig und einmalig. und auch wenn es zufall ist, der aktuelle plattentitel „love your neighbour? no thanks.“ passt ja schon ganz gut zum haus 73 neben der flora… 13.04.07 rote flora dominic, manhattan skyline, mr. willis of ohio + i not dance

dominic
Norwegen? Fjorde! Skispringer! Black Metal! Walfang! Und erstklassiger
Punk/HC, verdammt. Es ist schon beeindruckend, wie viele sehr gute Bands
des Genres dieses kleine, wohlhabende Land hervorgebracht hat, die
reihenweise Plattenteller, Jugendzentren und Squats im Sturm erobert
haben... erwähnt seien hier beispielshalber nur mal Kaospilot, Angora
Static und Catena Collapse. Dominic können ohne weiteres sowohl
stilistisch als auch qualitativ gesehen in einem Atemzug mit den
erwähnten genannt werden. Ihr letztes Jahr auf Firewalk With Me, Ape
Must Not Kill Ape, Lilac Sky und Asymmetrie erschienes Album ist eine
Sammlung unglaublich mitreißender und fesselnder Post-Punk-HC Kracher
jenseits ausgelutschter Klischees, die ohne große Umwege in Herz und
Beine gehen, und die Tatsache, dass es in lediglich vier Tagen live
eingespielt und abgemischt wurde, lässt einiges auf die Bühnenqualitäten
der Band schließen.
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manhattan skyline
Ebenso wie Dominic aus Norwegen und mit ihnen zusammen auf Tour,
musikalisch jedoch eher an Krachmonster wie Coalesce und frühe Converge
angelehnt. Ein Noise/Metal/HC Inferno, kantig, sperrig, brachial, aber
auch dem experimentellen nicht abgeneigt. Zuweilen fordernd, aber immer
lohnenswert.
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mr. willis of ohio
Emo. Und zwar sowas von. Und das ist gut so. Die netten Damen und Herren
aus der Schweiz können und dürfen das. Wer sie letzes Jahr verpasst hat,
als sie mit Petethepiratesquid, Sinaloa und Ampere bei und zu Gast
waren, darf diesen Fauxpas jetzt wieder gut machen.
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i not dance
I Not Dance sind zu dritt, aus Österreich und schlagen in eine ähnliche
Kerbe wie Mr. Willis Of Ohio (mit denen sie sich auch eine Split 12"
teilen), sind jedoch um einiges wütender, dissonanter und lauter...
wetten, dass sich trotzdem dazu tanzen lässt?
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30.03.07 rote flora louise cyphre + towers

louise cyphre
Screamo ist ja gerade dabei das Szeneschimpfwort Nr. 1 zu werden. Da ist es doch beruhigend zu wissen, dass es in all der Belanglosigkeit und der Kopiererei immer noch ein paar Bands wie Louise Cyphre gibt, die einfach alles richtig machen und sich durch Qualität und Dedication aus der Masse herauslösen. Wer einmal mit den Typen geredet hat oder ein Interview gelesen hat, wird auch wissen, dass es ihnen um mehr geht als farbiges Vinyl und T-Shirts verticken auf Ebay. Warum ist Screamo nicht immer so?
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towers
Sind so etwas wie ein musikalischer Bulldozer an dem eine verrückte Wissenschaftlerin irgendwo in den dunklen Kellern Philadelphias rumgeschraubt hat bis vom ursprünglichen Gerät kaum noch etwas zu erkennen war. Das Grundgerüst sind walzende Riffs zusammen mit einem mal rollenden, mal stampfenden Schlagzeug. Der Sänger keift Blut und alles fängt an sich zu drehen. Chaos trifft Mathe trifft Wand. Zwischen Taumeln und Fallen. Wir befinden uns am psychotischen Ende der Hardcoreskala.
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24.03.07 rote flora soli-konzert für berliner antifaschisten: just went black + the 244 gl + betty oetker + kasablanka

Der Weitlingskiez in Berlin-Lichtenberg ist seit Jahren als eine Hochburg der Naziszene bundesweit bekannt. Keine Woche vergeht ohne neue Meldungen von rechten Übergriffen auf MigrantInnen, linke Politiker und nichtrechte Jugendliche. Am 12. Dezember 2006 wurde bei einem Berliner Antifaschisten eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Er wird beschuldigt an einer Auseinandersetzung mit zwei Berliner Neonazis im November 2006 in Berlin-Lichtenberg beteiligt gewesen zu sein. Die beiden Neonazis wurden dabei leicht verletzt. Jetzt sitzt er wegen des Vorwurfs des versuchten Totschlags in der berüchtigten JVA-Moabit in Untersuchungshaft. So dünn die Beweise gegen ihn auch sind, umso schwerer wiegt der Vorwurf des versuchten Totschlags. Der Haftgrund wird mit "Schwere der Tat" angegeben und mit einer Gewaltspirale zwischen "links" und "rechts" untermauert. Diese eigentümliche, realitätsferne These von einem "drohenden Krieg der Extremisten" ist für die Abteilung "Politisch motivierte Straßengewalt" beim LKA Berlin Legitimierung ihrer eigenen Existenz! In der Öffentlichkeit kaum bekannt ist, dass diese Teile des LKA seit Jahren eine private Fehde gegen einzelne Antifa-Aktivisten führen. Beim Verfahren gegen den inhaftierten Antifaschisten handelt es sich nicht nur um einen repressiven Schlag gegen eine Einzelperson, sondern um den Versuch antifaschistische Arbeit prinzipiell als kriminell darzustellen. Hier droht auf gerichtlichem Wege ein Einfallstor geschaffen zu werden, linke Politik zu delegitimieren und die AktivistInnen als Kriminelle gesellschaftlich zu isolieren. Deswegen ist es wichtig, dass der Inhaftierte in diesem Verfahren die bestmögliche Unterstützung erhält, um der Willkür von Ermittlungsbehörden und Gerichten einhalt zu gebieten. Wir sind daher auf eure finanzielle Unterstützung angewiesen.
just went black
sind ganz ohne jeden zweifel eine der besten hardcore bands europas zur zeit. nur ganz, ganz wenige bands schaffen es ultraeingängige melodien, klasse persönliche texte, unbändige energie und ausstrahlung ohne ende so gut zu vereinen wie diese fünf von hier umme ecke. die leadgitarren setzen sich auf dauer im ohr fest, was am schlagzeug passiert ist manchmal unglaublich, das songwriting viel variabler als bei den meisten anderen bands des genres und sänger sven ist mal echt ein derwisch. jetzt turnen sie schon seit fünf jahren über bühnen in halb europa und das ist doch mal ein grund zu feiern. geschenke und torten sind herzlich willkommen!
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the 244 gl
Vom Wind über die halbe Bundesrepublik verstreut sind The 244 GL immer noch ein Fels in der Brandung metalcorischer Mittelmäßigkeit. Diese Band ist der lebende Beweis dafür, dass es nicht immer verkehrt sein muss Hardcore mit Metal zu paaren, und das dabei sogar Style und Inhalt mit an Bord sein können. Die mähen ganz schön was um und stampfen einiges weg. Posen ohne zu prollen und moshen ohne zu kloppen, das sind The 244 GL.
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betty oetker
kommen auch aus hamburg, sind auch ziemlich eigenständig, aber noch nicht ganz so lange unterwegs. stilistisch geht es auch eher in richtung neue schule mit ner ordentlichen kelle groove und viel bremse – gas – bremse – gas. gute sache das.
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kasablanka
bewegen sich auf der grenze zwischen verfrickeltem mathcore und den abgründen des doom. gute laune klingt anders. sehr intensives und tiefenlastiges gewalze. auch aus hamburg...
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hinterher gibts dann noch grosse feierei. also tanzschuhe nicht vergessen!
05.03.07 rote flora graf orlock + comadre

graf orlock
kommen aus kalifornien und ballern fröhlich nach vorne los irgendwo zwischen grindgemetzel à la nasum, thrashmetalgeriffe und wirklich wütendem hardcore mit krustiger kante. das besonderste an ihnen ist aber sicherlich, dass sie ihre songs immer wieder mit filmschnipseln würzen egal ob vorneweg oder mittendrin. ausserdem kenne ich keine band, deren platten im durchschnitt ähnlich abgefahren aufgemacht sind. checkt einfach mal die photos auf deren seiten und ihr wisst, was ich meine… schön aggressiv, aber irgendwie nie übertrieben prollig. grosses kino!
are from california and going straight forward somewhere between a nasum-like grindmassacre, trashmetal riffs and really angry hardcore with a crusty edge. but what's really special about them is the movie-snippets which you'll find time and again all through their songs. besides, i don't know any other band who's records are usually as spacy as theirs. check the photos on the page and you'll see... pretty aggressive, without ever being jocks. must see!
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comadre
sind auch aus kalifornien und haben einige von uns mal ganz schön derbe umgepustet. so eine grandiose mischung aus allem was an punk und hardcore so geil ist. drums, die frontal nach vorne gehen, rumgeschreie, das zum mitmachen einlädt, treibende riffs, tolle breaks und leadgitarren, die es fast mit just went black aufnehmen könnten. jede silbe, jede note, jeder ton versprüht hier energie. diese band klingt, als könne sie bäume ausreissen oder mit wasserwerfern jonglieren. absoluter hammer!
are from california as well and bringing a stiff breeze to us. such a great mixture of everything what's cool about punk and hardcore. head-on drums, screams you just want to join, driving riffs, fitting breaks and leading gituars which could even challenge just went black. every word, every note, every piece of sound is spraying pure energy. this bands sound like they're ready to take on anything. that's just about the limit!
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04.01.07 rote flora telemark + ten volt shock

telemark
kommen aus dem ruhrgebiet, aber dankenswerterweise klingen sie eher nach einer mischung aus washington d.c. und wo es sonst noch gute musik gibt. geile gitarren, ein pumpender bass und treibendes schlagzeug verbünden sich in einem kreuzzug genialer melodien zu einem hinterhalt, aus dem niemand entkommt ohne zu tanzen. irgendwo zischen posthardcore und nischenindie haben telemark es geschaffen einzigartig zu klingen und nach eigenem rezept eine ganze wagenladung ohrwurmkompatibler musik zu fabrizieren. wenn das jahr so weitergeht, dann huiuiui…
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Viva Suicide
Separation
Ropstaedt
ten volt shock
haben personelle und auch stilistische überschneidungen mit kurt zu bieten, die ja neulich bei der eniac abschiedsshow mal ganz schön gut waren. auch hier ist noiserock königin und groove ist die maxime, aber jetzt hier nicht von wegen kopfnicken und „yo“ sagen, sondern zum rhythmisch oder arhythmisch zappeln. diese einzige richtung die diese musik kennt ist vorwärts und der bass klingt nach stahl und die gitarre macht lärm und ach stellt euch einfach vor, kurt hätten zuviel kaffee getrunken, dann käme das hier dabei raus.
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01.12.06 rote flora extremtanz soli party

Back to the roots, dahin wo alles begann, als die Extremtänzer das tanzen lernten, zurück in die Rote Flora.
Noch immer gehen wir mit Stil dem kulturellen Zerfall entgegen, und um sich dessen sicher zu sein, haben sich die beliebten Konzertgruppen aus der Flora, als da wären PINK TANK ENTERTAINMENT, die GLASHANTEL INC., sowie SATANIC VERSES CONCERTS zusammen getan, um eine der besten DISCO Reihen wieder dort hinzubringen, wo sie entstand.
Dj "SLAVE TO THE MUSIC" GUAPO ist natürlich wieder mit von der Partie, um den EXTREMTÄNZERN seinen Mix aus WAVE / POP / SYNTHIEPOP / EBM und noch vielem mehr, um die Ohren zu hauen, auf dass Sie von den Ohren direkt in die Beine geht! Als Verstärkung wird erstmalig DJ DANCY DANCE EXPLOSION mit dabei sein, um mit seinem Schwerpunkt, 80er Pop, GUAPO zu unterstützen.
Also, auf, auf zur ROTEN FLORA am 1.12. werft euch in Schale, seid kreativ! Seid REVOLUTIONÄR! Zeigt den alten flora Dielen, was es heisst zu tanzen!
24.11.06 rote flora echo is your love + tschilp

echo is your love
ziehen für gewöhnlich in Helsinki um die Häuser und fabrizieren sehr noisigen Postirgendwas mit Dame am Gesang. Wer nicht an frühe Sonic Youth denkt, ist selbst schuld. Lärmige Gitarren, zerbrochene Rhythmen und eine enorme Präsenz sind die augenfälligsten Eigenschaften der Band. Menschen, die dringend Pop brauchen, könnten enttäuscht sein. Menschen, die es schräg, eigenwillig und gut mögen, werden jubeln.
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tschilp
Hamburg ist ja schon manchmal sehr grau und trübe. Das wissen wir ja alle. Aber ob das der Grund dafür ist, dass Tschilp so unglaublich gut Melancholie vertonen können? Vielleicht ist das auch irgendwie gewachsen. Ich habe damals 2002 auch in der Flora ihr insgesamt erst drittes Konzert gesehen. Während des Land In Sicht Camp war das, mit Submission Hold. Ich fand die damals schon verdammt gut, aber wenn ich jetzt die neueren mp3s höre, dann kann ich gar nicht anders, als mich auf diesen Abend und auch auf die angekündigte 7“ auf Fidel Bastro freuen. Klar könnte ich hier auch wieder was von Sonic Youth schreiben und klar wäre das auch nicht ganz so weit hergeholt, aber was die drei Damen hier machen ist dafür viel zu eigenständig und großartig. Musik zum sich umbringen Wollen und es dann doch Lassen, weil das Leben doch zu schön ist.
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gelb mit rosa punkten
broken smile
high fidelity street
staubhaubentaucher
04.11.06 rote flora affordable hybrid + low five radio

affordable hybrid
kommen von der schwedischen Westküste und spielen eine Mischung aus Post und Hardcore und so. Manchmal eher treibend Richtung aktualisierte Drive Like Jehu, mal melancholisch wie Interpol in einem dreckigen Kellerloch. Meistens geht es dann aber doch ziemlich ab. Posthardcore mit Gefühl für Groove und Melodie und mit Arsch in der Hose.
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low five radio
sind eine Kappelle aus der Bundeshauptstadt, die sich der instrumentalen Rockmusik verschrieben hat. Zwei Gitarren und zwei Bässe umgarnen das Schlagzeug um die Wette und prügeln sich darum, wer jetzt die schönsten Melodien und Harmonien am Start hat. Ziemlich trippy oftmals, aber auch mitreissend. Auf jeden Fall ganz schön viel Musik.
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19.10.06 rote flora jordan + mutiny on the bounty

jordan
sind aus Paris und spielen Indierock mit wachsendem Pop-Appeal, dafür aber ohne Bass jedoch mit Keyboard. Mal eher melancholisch, mal eher schnell und tanzbar, aber immer mit schönen Gitarren. Was ein wenig schockierend ist, ist das sie gerade erst ihre erste EP rausgebracht haben, aber schon fünfmal in Frankreich und Umgebung und einmal in Kanada auf Tour waren. Da ist durchaus einiges zu erwarten.
from paris are playing indie-rock with a growing pop-appeal without a bass, therefor with keyboards. sometimes melancholic, other times fast and groovy but always with beautiful guitars. a little bit shocking that they’ve just released their first EP, but have already toured france and europe five times and even canada once. excpect everything!
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mutiny on the bounty
kommen aus Luxemburg und, ganz ehrlich, ich hätte nicht gedacht, dass es in diesem kleinen Land eine so gute Band geben könnte. Ja ja, Vorurteile. Auf die Ohren gibt es eine Melange aus Posthardcore und Indierock mit schier unglaublich verzwurbelten Gitarrenlinien, hymnischem Gesang und enorm viel Abwechslung in den Songs. Denkste eben noch an At The Drive-In, denkste plötzlich schon an North Of America und dann an irgendwas scremoigeres. Überraschend, wenn nicht gar schockierend gut, diese Band!
are from luxemburg and hands down, i didn’t imagine that this small country could breed such a good band. i should throw away such prejudices. here you get a blend of posthardcore and indie-rock with unbelievebale weird guitar-lines, an epic voice and a lot of diversion in their songs. if you just thought of at the drive-in, you’re already thinking of north of america or something with scramo-attitude. a surprising, if not scandalising good band!
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05.10.06 rote flora defiance ohio + it is imperative

defiance ohio
sind Punk aber mal so was von, auch wenn die Musik weit entfernt von standardardisierten Punkklischees ist. Oder sind Cello, Geige und Banjo mittlerweile doch schon Standardinstrumente für Punkbands? Ich glaube nicht, Tim… Das punkste alledings ist, dass die tatsächlich alles, was sie rausgebracht hat zum kostenlosen Download auf ihrer Website hat. Wer gerne was in der Hand hat, kann aber auch gerne die Platten auf Labels wie No Idea oder PlanIt-X kaufen. Musikalisch geboten wird enthusiastischer Folkpunk mit Hillbillyeinschlag, gemischtgeschlechtlichen Vocals und tollen Texten. Ein bisschen wie frühe Against Me! oder Atom and his Package mit akustischen Instrumenten statt Elektronik.
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hey kathleen, are you hungry
susquehanna
bikes and bridges
it is imperative
Noch ganz kurzfristig hinzuorganisiert haben wir diese Berliner Band. Geboten wird zeitgemäßer Screamo, der an Bands wie Saetia, Hot Cross oder nicht ganz so epische June Paik erinnert. Filigrane, ruhigere Parts wechseln sich ab mit Breitbandbombastwänden. Passt gut auf Labels wie React With Protest oder Asymmetrie und dürfte das Herz aller Freunde von emotionalem Geschrei höher schlagen lassen.
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15.09.06 rote flora escapado + trip fontaine

escapado
kommen aus dem hohen Norden und haben ja auch schon mal in der Flora gespielt. Gegenwärtig wird an einer neuen Platte geschraubt, aber das Rezept bleibt das gleiche: Die schönsten Melodie unterm Himmelszelt versteckt in der größten Gitarrenwand außerhalb des Uranus angereichert mit unsagbarem Groove und Texten die einfach passen. Falls ihr die Band wirklich noch nie gehört habt, dann stellt euch einfach vor, Turbostaat würden Hardcore machen. Der Sound genauso druckvoll, die Texte genauso Wow und die Melodien genauso riesengroß, nur halt nicht als Punk Rock sondern als groovender Hardcore dargereicht. Schwer vorzustellen? Dann seht es euch doch einfach an!
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trip fontaine
kommen aus um und bei Frankfurt am Main und haben sich nach einer Figur aus dem großartigen Film “The Virgin Suicides” benannt. Dass bei soviel Geschmack natürlich auch die Musik nicht scheiße sein kann ist klar. Geboten wird so eine Melange aus guten Sachen, die vor ein paar Jahren wahrscheinlich allerorten als Emo angepriesen worden wäre und heute eben Indie ist. Die Zeiten ändern sich halt, aber gut Musik bleibt gute Musik egal, welchen Namen mensch rantackert. Mal ist alles ganz ruhig und dann geht’s ganz schön ab. Im Internet geben sie als Einfluss The Knack an und so ganz abwegig ist das nicht, denn Power und Pop sind mit an Bord, auch wenn sich das heute dann ziemlich anders anhört, aber wie weiss ich jetzt ach nicht.
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08.09.06 rote flora kurhaus + antitainment + tackleberry

kurhaus
haben, wenn nichts unvorhergesehenes geschieht, an diesem Abend zum ersten Mal ihre neue Platte mit dabei, und mit dieser sind sie immer noch dabei zu erkunden, wie weit sich der Begriff Hardcore eigentlich dehnen lässt. Minimale Verzerrung, maximale Melodien, Texte ohne Rückhalt und volle Intensität. Und immer wieder die Hoffnung, dass Hardcore mehr als nur Musik und Konzerte mehr als nur Unterhaltung sein könnten. Heute Abend ganz sicher. Seid dabei!
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antitainment
aus Frankfurt am Main sind ganz ohne Zweifel eine der eigenständigsten Bands überhaupt im weiten Feld des Hardcore. Alleine die Tatsache, dass sie eine Orgel am Start haben verspricht schon mal Ungewöhnliches, aber auch ihr Quantum an Humor ist höchstens noch von Good Clean Fun zu übertreffen. Welche andere Band würde schon ihre Platte mit einem Sample aus „Police Academy“ beginnen? Dabei lassen die bekennenden Wasserrutscher aber auch niemals die Aussage aus den Augen und haben zwischen den Zeilen wirklich was zu sagen. Shows von Antiteinment sind immer ein Erlebnis und wer nicht tanzt hat schon verloren. Oder um aus ihrem „Themesong“ zu zitieren: „Antitainment – viel besser als deine Band!“
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tackleberry
aus Kiel sind eine der wenigen Bands, die eigentlich einfach „nur“ Hardcore spielen und doch etwas unverkennbar Eigenes haben. Vielleicht liegt das daran, dass sie auf der Bühne förmlich explodieren und eine Power versprühen als hätten sie FCKW im Arsch. Tackleberry treten Arsch wie früher mal Raised Fist und sind dabei eingängig wie Comeback Kid. Davon durften sich dieses Jahr auch schon Menschen in Russland und Frankreich überzeugen. Diese Band tourt wirklich beneidenswert viel! Ach ja und Sänger Hannes hat den Kojoten aus der Bugs Bunny Show aufm Unterschenkel tätowiert. Kann da noch was schief gehen? Nö!
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After Show Disco
Pink Tank Club. Jan von Kurhaus legt auf. Electro Punk. Riot Grrrl. 80s Wave. 90s Dancefloor. Indie Rock. Posthardcore. Punk. Bekloppte Scheiße.
07.08.06 rote flora perth express + army of flying robots

perth express
kommen aus rund um Leipzig und geben ganz offen zu, dass sie Tragedy und His Hero Is Gone mögen. Ist auch deutlich rauszuhören. Midtempohardcore mit dem gewissen Dis-Einschlag. Gitarrenwand und Schlagzeuggedonner. Der Perth Express ist eigentlich gar keine süße Tschutschubahn, sondern eher eine Walze, die mächtig unter Dampf steht. Und am Steuer sitzt die Wut und treibt die Band nach vorne.
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army of flying robots
sind aus Nottingham, ja genau die, wo der HSV 1980 das Europapokalfinale gegen verloren hat bzw. wo Robin Hood sich rumgetrieben hat. Das hier hat aber dann mit Fußball und Wegelagerei dann doch eher weniger zu tun. Ersatzweise gibt es schnelles Geknüppel zwischen Grind, Thrashcore und bekloppt. DRI trifft Nasum trifft Pig Destroyer.
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04.08.06 rote flora kaospilot + haram

kaospilot
kommen aus Oslo, spielen rockenden Screamo und das schon seit Jahren auf höchstem Niveau. Auch die Flora haben sie bereits bespielt und offene Münder zurückgelassen. Mag sein, dass dieses Genre in naher Zukunft von Millionen Epigonen heimgesucht werden wird, aber Kaospilot werden im kollektiven Gedächtnis bleiben. Auch wegen ihrer energetischen Liveshows. Vertrackt aber immer nahe am Durchdrehen, das sind Kaospilot. In ihrem Tourplan steht hinter der Roten Flora ein Grinsegesicht. Ich glaub, die freuen sich schon auf euch!
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haram
sind aus Virginia und ich kann diese Band einfach nicht ohne Namedropping beschreiben, immerhin sind hier Ex-Leute von Pg.99, City Of Caterpillar und Majority Rule am Start und dann kommt das Debüt auch noch gleich auf Lovitt Records (Frodus, Milemarker, Engine Down) raus. Geboten wird gitarrenlastiger Posthardcore mit Postrockkomponente. Intensiv, weil tiefgehend laden vier Typen zum träumen ein, ohne kitschig zu werden. Melancholie ist immer an Bord und Energie auch. Wenn die so weiter machen, könnten die ziemlich groß werden…
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19.07.06 rote flora amanda woodward + deleometer gtuk

amanda woodward
aus frankreich sind eine der besten hardcore bands europas ganz ohne jeden scheisszweifel! ihr treibender, groovender hardcore vereint das simplem hardcore ohne präfix und dem was gerade als screamo für furore sorgt. wer the sons of saturn gesehen hat, hat eine grobe idee davon, in welche richtung der zug fährt. und der zug fährt mit volldampf. der titeltrack ihrer platte „la décadence de la décadence“ gehört für mich persönlich zu den besten hardcore songs überhaupt. von der ersten sekunde an reisst das scheissteil einfach alles weg und mit sich mit, so viel energie steckt drin. wenn dann später noch die geilen gitarrenmelodien dazukommen, gibt’s echt gar nichts mehr, zuallermindest kein halten. wer hardcore mag und sich dieses konzert freiwillig entgehen lässt, hat echt kein mitleid verdient. seit der show mit ampere habe ich mich auf nichts, was wir gemacht haben mehr so derbe gefreut! ehrlich jetzt…
amanda woodward from france are, without any fucking doubt, one of the best hardcore bands from europe. their impulsively, groovy hardcore combines simple hardcore without prefix and that what makes quite a splash as screamo. the ones, who saw sons of saturn, have a broad concept about which way the train goes. and this train goes at full steam. the title of their LP "la dècadence de la dècadence" belongs personally to the best hardcore songs for me, at all. this fucking piece has so much energy in it, that it rocks away everything from the first to the last second. later, when the awsome guitaremelodies are added, there´s nothing more, at least no point of return. the ones who like hardcore and gonna miss this show by choice, don´t deserve mercy. since the ampere show i was never looking so much forward to a show we organized! dead honest, now...
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alassaut
pleinedegrace
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gtuk
Aus Krankheitsgründen können die angekündigten Deleometer aus Berlin leider nicht spielen. Das ist zwar sehr schade, aber als Ersatz schicken die Damen und Herren jetzt einfach ihren Schlagzeuger gen Norden, um unter seinem Pseudonym GTUK für manische Tanzlaune zu sorgen. Sylvester in Berlin war es schon unglaublich, wie sehr ein Typ alleine mit seltsamen Klamotten und komischen Geräten mitten in der Nacht so viele Leute zum Tanzen bringen konnte, aber irgendwie scheint da jemand ein Geheimrezept gefunden zu haben. Auf der Zutatenliste stehen jedenfalls billige Keyboards, Grindcore, Lofi Gabber Breakbeats und durch Kinderelektronik verzerrtes Gekreische. Ach ja, tolle Melodien und ein Händchen für tanzbare Beats sind auch noch mit von der Partie. Und jemand, der auch schon mal Scooter covert kann eigentlich eh nur großartig sein.
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06.07.06 rote flora lilac + pavilon m2

lilac
heißt eigentlich jakub und kommt aus tschechien. wenn er nicht gerade als lilac unterwegs ist bucht er shows für bands wie silent front, kenzari’s middle kata oder mr. willis of ohio oder und macht das onlinezine killindies.tk. ganz schön umtriebig also. umso schöner ist es, dass er die zeit findet mal bei uns in hamburg reinzuschauen und uns ein wenig von seiner musik zu präsentieren. alleine mit einer gitarre macht lilac musik, die wohl am treffendsten als irgendeine form von emo bezeichnet werden kann, denn gefühl und schmerz sprechen hier aus jedem akkord und aus jeder silbe. meist ist es sehr ruhig, doch manchmal auch sehr laut, ein wechselbad wie die gefühlswelt eben. die texte sind persönlich und so wirkt auch die musik. persönlich, fast intim… genau das richtige für einen tag, an dem mal keine fussballprolls die schanze belagern. es ist nämlich spielfrei…
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12.06.06 rote flora cease upon the capitol + a fine boat, that coffin

cease upon the capitol
Gerade ist ihre neueste Platte auf React With Protest erschienen und jetzt sind sie endlich in Europa auf Tour. Die Rede ist von Cease Upon The Capitol aus Mursfreeboro/Tennessee. Ein Blick auf das Label sagt dann auch schon ziemlich genau was zu erwarten steht, nämlich Screamo allererster Kajüte. Es regiert das Chaos und die Dampfwalze. CUTC hauen mächtig auf den Putz ohne dabei auch nur eine Sekunde Metal zu sein. Wenn sie die Zerre ausschalten denkt mensch kurz an Off Minor und wenn sie dann urplötzlich wieder anspringt ist dann doch eher Funeral Diner der passende Bezugsrahmen. Da die meisten Bands dieses Genres aus den Staaten nicht allzu oft durch Europa lustwandeln, können wir nur allen raten, sich dieses Konzert nicht entgehen zu lassen.
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a fine boat, that coffin
Mit an Bord am Montag sind A Fine Boat That Coffin aus halb Norddeutschland, die ja doch einigen ein Begriff sein dürften. Vertrackter Frickeljazzgrindschreiemo ist angesagt. Wieso tanzen Menschen eigentlich so selten zu so was? Komplexe Rhythmen treffen auf bekloppte Gitarrenlinien und irgendwie wütendes Geschrei. Screamo muss nicht immer traurig sein. Manchmal ist er auch einfach nur ziemlich scheiße angepisst. Hörgewohnheiten können an der Tür gegen Pfand abgegeben werden.
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09.05.06 rote flora the sons of saturn + issue 16

the sons of saturn
aus Lyon haben vor ziemlich genau einem Jahr, im Mai 2005, schon mal zwei Shows in Hamburg gespielt. Zuerst waren sie mit B-Abuse im Hafenklang und tags darauf mit R.A.M.B.O. in der Flora und an beiden Tagen ließen sie durchaus den einen oder anderen offenen Mund zurück. Grund genug sie auf dieser Tour wieder in die Stadt zu holen, damit sie einmal mehr beweisen können, dass Hardcore und unbändige Energie noch immer kein Gegensatzpaar sind. Der Gesang von Sänger Morgan klingt nach einer weniger pessimistischen, noch aggressiveren Variante von Amanda Woodward, Drummer Doudou hat so unglaubliche Power, dass echt gar nichts mehr geht und Bassist Greg und Gitarrist Boris wechseln gekonnt zwischen rhythmischem Brett und hymnischer Wand. The Sons of Saturn spielen ohne Zweifel mindestens zwei Drittel aller Bands die sich irgendwas mit Hardcore nennen an die Wand zumindest wenn es um Intensität, Ausstrahlung, Klischeefreiheit und sich den Arsch aufreißen geht. Aus Frankreich kommen momentan viele gute Bands, aber diese hier gehört auch da in die erste Reihe.
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issue 16
kommen aus Montreal in Kanada und spielen melodischen, gefühlsbetonten Punkrock ohne, dass das ganze wirklich klassischer Emo wäre. Ein halbwegs passender Vergleich wäre vielleicht Fifth Hour Hero oder auch Sainte Catherines mit mehr Blut als Alkohol in den Adern. The Sons of Saturn waren mit ihnen in Kanada auf Tour und jetzt läuft halt der Gegenbesuch. Gerne mal zweistimmiger Gesang und sehr gutes, hitlastiges Songwriting. Große Gefühle, große Gesten. Kanada ist weit weg, also besser selbst überzeugen, sonst gibt das hinterher nur wieder Gemecker wegen hätte ich das vorher gewusst und so, ne…
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05.05.06 rote flora alarma man + the sound oe + don vito

alarma man
kommen aus Göteborg und spielen eigentlich treibende instrumentale Rockmusik mit großen Melodien und Gitarrenlinien voller Fingerfertigkeit. Auf der neuesten EP gibt es allerdings auch Gesang zu hören. Lasst euch überraschen. Manchmal kommt das ganze druckvoll wie Kurt, meistens erinnert es aber mehr Washington DC in tiefer Liebe mit komplexen Songstrukturen. Die Gitarren umkreisen sich permanent mit einer genialen Gitarrenlinie nach der anderen, der Bass pumpt und das Schlagzeug treibt die Herde durch die Weite der Steppen. Einfach scheiße gut das Ganze. Nicht umsonst auch präsentiert von yellowisthenewpink.com sowie GLW/DRK und jackpotbaby.
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the sound oe
sind aus Eskiltuna in Schweden, wo auch Traktor von wech kommen. Musikalisch wird hier aber weniger gebolzt und dafür mehr rumkomlexisiert. Vergleiche zu Fugazi und At The Drive-In kommen hier nicht nur aus purer Verlegenheit zustande. Rockender Posthardcore mit eher gerufenem Gesang pendelt zwischen Melodie und Hysterie. Mal wieder so eine gute Band aus Schweden. Das hört wohl nie auf…
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beverly hills scenario
the twenty-second test
dollar halo, dollar cross
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don vito
kommen nicht aus Schweden sondern aus Leipzig und machen kurzen Prozess. Ohne jedwede Umschweife wird ein Noisebrett nach dem anderen gezimmert und dem Publikum nonchalant vor die Kauleiste geklatscht. Teils vertrackt, teils direkt wie nix wird hier ein lärmiger Mix aus manischem Schlagzeugspiel, Frickelgitarren, schepperndem Bass und gelegentlichem Geschrei aus dem Halse der Bassistin gezimmert. Da kommt mensch manchmal gar nicht mehr hinterher und dann ist eh schon wieder alles vorbei. Chaotischer als Durschnittsgrind und mehr Arsch in der Hose als handelsüblicher Noiserock.
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kobolt
frisbee loser
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daddy longleg
16.04.06 rote flora the italian stallion, the facts + an wasted

the italian stallion
kommen aus Wegberg. Das liegt… äh… is ja auch egal. Auf jeden Fall sind die Jungs hier eine der besten Thrashcore oder so Kapellen aus deutschen Landen. Nicht umsonst hat ihre 7" überall nur gute Kritiken bekommen (wenn nicht gibt’s auf’s Maul!) und von den Livequalitäten der Band hat mensch ja auch schon einiges gehört, wenn mensch es denn hören wollte. Schneller, teils überdrehter Thrashcore mit deutschen und englischen Texten und immer wieder auch was zu sagen gegen alles was da scheiße ist. Und eine Band, die Sachen wie "eins zwo homo" ruft, kann doch nur geil sein, oder?
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the collapze
bullenhetze
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the facts
sind eine ganz angepisste Hardcore Band mit Punch und Dusterkeit und Geschwindigkeit und guten Breakdowns und allem, was sonst noch dazu gehört bei einem fröhlichen Hardcore Reigen. Bands wie Some Girls und Panic werden auch selbst als Einflüsse genannt, und das stimmt wohl auch. Zumindest hört es sich so an. Gute Sache das!
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an wasted
kommen aus Hannover und hießen früher mal Andinerd & The New-School Toughguys. Zumindest besser zu merken ist der neue Name ja auf jeden Fall. Die Musik ist auch nicht groß anders geworden. 80s Hardcore mit Thrashkante heißt immer noch das Losungswort und erfreulicher Weise haben die Typen auch noch mehr im Kopf als Turnschuhmarken und Plattenkaufen. Guter Hardcore muss nicht immer kompliziert sein…
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szeneputzen
once again
stop your empty back up screamings
take y’r kickboxstyles back to y’r local gym
we are the kids
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14.04.06 rote flora kenzari´s middle kata + thomas van norden + june paik

kenzari´s middle kata
kommen aus München und spielen hervorragenden indieemomäßigen Posthardcore mit großartigen Gitarren, ner Schaufel voll Groove und jeder Menge super Ideen, damit das Ganze auch ja nicht langweilig wird. Das ist mal wieder so eine Band, wo es mir echt schwer fällt zu glauben, dass so was aus Kackdeutschland kommt. Und dann auch noch aus München! Ja, ja, ich weiß, scheiß Vorurteile… Der Gesang ist auch echt mal gut. Eine Band, die einfach klasse Songs schreibt und es auch noch schafft diese erstklassig umzusetzen. Und der Gitarrensound ist echt mal dufte! Checkt einfach mal den ersten Song auf Myspace und wenn ihr den nicht mögt, dann weiß ich auch nicht… Der Scheiß hat einfach Schmackes und Drive und alles!
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thomas van norden
Van Norden aus dem Saarland sind ja mal echt eine gute Band, aber wie viele Typen von guten Bands sind schon gnadenlos daran gescheitert Solopfade zu beschreiten? Bei Thomas van Norden ist das anders. Der Typ kann was! Gitarren, die auch mit etwas Glück vor zwanzig Jahren auf einem niemals erschienenen Smiths Unplugged Album hätten sein können und eine Melancholie, die so tief ist, wie sie in der BRD noch kein Singer/Songwriter südlich der Elbe hinbekommen hat, oder zumindest wäre mir nichts davon bekannt. Großes Gefühlskino auf Super 8 gedreht.
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Die Suche nach dem Sinn
Ein langer Weg
Ende und Anfang
june paik
haben gerade ihre neue Platte auf React With Protest raus und KennerInnen der Szene, wissen, das kann nur heißen, dass hier allerfeinster Screamo geboten wird. Ohne mit der Wimper zu zucken, behaupte ich jetzt einfach mal, dass diese Band eine der besten fünf Screamo Bands der Republik ist. Tendenz steigend. Es ist zwar eigentlich nur das immer gleiche Spiel der Wechsel zwischen Leise und Laut, Trauer und Wut, Alles-kurz-und-klein-Schlagen und Am-Ende-dann-doch-Verzweifeln, aber erstens bin ich sicher nicht die einzige Person, die davon nicht genug bekommen kann und zweitens ist das hier einfach mal mehr als Mittelmaß. Das hier geht tief, lasst euch drauf ein…
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02.04.06 rote flora glass and ashes + iskra + lfr

glass and ashes
kommen aus Ventura in Kalifornien und sind auf dem floridianischen Label No Idea. Das alleine lässt ja schon mal eine ganze Menge über ihre Musik erahnen und das stimmt auch noch alles voll und ganz. Hier gibt es emotionsgeladenen, treibenden Punkrock mit massig Wut in der Tasche. Ein gar nicht mal abwegiger Vergleich wäre der zu Planes Mistaken For Stars. Glass And Ashes sind ähnlich düster und auch von der Mischung aus Aggression und Gefühlsüberfluss sind da durchaus Wesensverwandtheiten zu konstatieren. Ein ehrlicher Arschtritt in die Fresse und ein weiteres Indiz dafür, dass Punk noch nicht am Ende ist und auch dass emotionale Musik nicht notwendigerweise wie Dashboard Confessional klingen muss. Die Tour macht übrigens The Company With The Golden Arm und das alleine ist ja schon ein Qualitätssiegel, denn immerhin verdanken wir dem goldenen Arm Konzerte von so Bands wie Against Me!, Sixty Stories oder World/Inferno Friendship Society…
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iskra
sind aus Hamburg und so was wie die lokale Hoffnung, dass Indierock und was zu sagen Haben sich doch nicht völlig ausschließen. Mit einem Fuss auf der Tanzfläche und mit dem anderen schweißtriefenden Bühnen irgendwelcher besetzter Häuser. Sängerin Flicke hat nicht nur Ausstrahlung, sondern auch ein Händchen für gehaltvolle Texte und die Typen mit den Instrumenten wissen schon ziemlich exakt was ein Song braucht, um Arsch zu treten und Ärsche zum wackeln zu bringen, und auf welche Posen mensch auch einfach verzichten kann. Meiner ganz persönlichen Meinung nach eine der tollsten Bands der Stadt!
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22.03.06 rote flora silent front + good with the girls

silent front Silent Front kommen aus London. Das liegt in England, und England ist das Land wo all die ganzen tollen Indierock Bands herkommen, zu denen mensch immer im Molotow abhotten kann. Naja, so ganz nebenbei entstand in London Mitte der 1970er auch so eine komische Musik namens Punk, aber die ist bekanntermaßen schon lange tot. Bleibt also doch nur Indierock… Vielleicht besteht aber doch noch Hoffnung, denn mit Silent Front kommt jetzt eine Band erstmalig nach Festlandeuropa, die ihre Füße ziemlich tief in einen Urschlamm aus Posthardcore und angepisster Energie vergraben hat. Wand trifft Kopf. Geballte Faust trifft stampfenden Fuß. Zum Glück ist Punk tot und Indierock im Molotow, denn die beiden würden sich ihrer selbst wahrscheinlich schämen, wenn sie hören würden, dass Songs noch immer aus mehr bestehen können als Strophe, Refrain, Strophe, Refrain, Musik noch immer tief gehen kann und dass der Weg von Interpol nicht der einzige ist, der in die Dunkelheit führt. Checkt die MP3s und überzeugt euch selbst. Einzige Show in Norddeutschland!
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good with the girls kommen aus Hamburg und spielen zeitgenössischen Posthardcore. Die noch relativ junge Band hebt sich erfrischend von dem Gros der Killswitch Engage und Hatebreed Klone ab, die sonst so die Bühnen der Republik bevölkern, wenn junge Menschen Hardcore spielen. Nachgedacht und durchaus auch mal nachdenklich, aber immer druckvoll, wenn es drauf ankommt. Flächige Gitarrenwände wechseln sich mit scharfkantigen Riffs ab und die Rhythmussektion hat so sogar wirklich Rhythmus und ist nicht bloß Knüppelgruppe. Dazu wird geschrieen, was das Zeug hält, denn schließlich liegt ja auch eine Menge im Argen und Punk ist zum Klischee verkommen. So kann das ja schließlich nicht weitergehen. Gut, dass es immer wieder neue Bands im eigenen Bario gibt, bei denen mensch sich echt wundert, dass so etwas wirklich von hier kommt und nicht aus irgendeiner cooleren Gegend. Und ich wette mal, die mögen Lack und JR Ewing…
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12.03.06 rote flora ampere, sinaloa, mr. willis of ohio + pete the pirate squid

ampere
haben Leute von wo ehemals Orchid und Wolves am Start und genau da geht die Reise auch wieder lang mit einem Hauch mehr Armageddon vielleicht. Wüster Screamo, der seine Power nicht aus maximal verzerrter Gitarrenwand, sondern aus geschickten Arrangements und unschlagbar guter Gitarrenarbeit zieht. Dazu wird nur so rumgeschrieen und aufs Schlagzeug eingeschlagen, dass es ein Fest ist. Wenn am Montag die Welt noch steht, an Ampere hat’s nicht gelegen…
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sinaloa
tummeln sich für gewöhnlich an der amerikanischen Ostküste und spielen eine Art Posthardcore. Extrem gute Songs, Hammeratmosphäre und eine unglaubliche Intensität. Wenn hier überhaupt irgendwer dem Vergleich standhalten kann, dann die guten, alten Saetia, und der Vergleich ist echt nicht übertrieben. Mehr ist eigentlich nicht zu sagen, außer, dass ich mich hierauf schon ein halbes Jahr freue und glaube, dass das eines der besten Konzerte des Jahres werden wird. Ich bin schon ganz kribbelig…
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mr. willis of ohio
kommen aus der Schweiz und die Marianne von Ape Must Not Kill Ape Records spielt da mit. Wer das Label kennt, weiß, dass da auch wieder rumgeschrieen wird. Passt ja auch ganz gut ins Konzept heute Abend. Die Songs sind aber weniger chaotisch und nicht ganz so "Ach du Scheiße, was soll das denn", haben dafür aber mehr Melodie und mehr Punk und so, also sozusagen eine Portion Präscreamoemo mit an Bord. Sehr 90er, ziemlich Northcore und verdammt gut. Dieser Screamo riecht nicht nach frisch schwarz gefärbten Haaren und Kajal, sondern nach Autonomem Zentrum und wirklich was zu sagen haben.
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pete the pirate squid
kennen ja vielleicht noch einige von unserem allerersten Konzert letztes Jahr. Wer sie damals verpasst hat, darf ihren/seinen Fehler jetzt wieder ausbügeln und wer da war, weiß wieso sie/er wiederkommen sollte. Es gibt immer noch emotional befeuerten Posthardcore mit gelungener Geschlechtermischung an den Mikrophonen und guten, guten Songs. Nicht so brachial wie gewisse andere Kapellen an diesem Abend, aber trotzdem ziemlich intensiv und unter die Haut. Also nehmt die Lindenstraße heute mal auf und kommt dafür lieber pünktlich in die Flora. Lohnt sich…
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all the way from your bed to the door
burn in hell employee of the month
i´m not dancing because i like this band i´m dancing because i´m cold
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09.03.06 rote flora jason anderson + allie total blam blam + kasha

Singer/Songwriter Abend in der Roten Flora
Früher nannte man sie Liedermacher und meistens waren sie entweder langhaarige Ökohippies oder unlustige Blödelbarden à la Mike Krüger. Doch irgendwann vor ein paar Jahren änderte sich das. Die einen raunten was von Freakfolk, Martin Büsser schrieb ein Buch über Antifolk und überall zwischen Greenwich Village und Hamburg Altona standen wieder Menschen mit Gitarren und sonst nichts auf Bühnen und sangen über Herzschmerz, Weltschmerz und all die kleinen großen Gefühle. Und das Verwunderliche war: KeineR oder zumindest fast keineR lachte sie aus. Vielleicht liegt das daran, dass die meisten nicht so scheiße aussehen wie die Deppen mit ihren friedensbewegten Liederbüchern und verstimmten Akustikgitarren, die uns in unserer Jugend scharenweise zu Punkrock und wahlweise zur Mayday trieben. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass sie einfach irgendwo den Nerv der Zeit treffen, dass sie über Dinge singen, die jedeR kennt, und Gefühle ausdrücken, die wir alle immer so gerne verstecken würden, weil Schwäche halt doch nicht die neue Stärke ist. Vielleicht liegt das aber auch nur daran, dass sich gute Musik einfach durchsetzt und dass Adam Green, Clickclickdecker oder CocoRosie einfach genau das machen: Gute Musik…
Es ist also schon lange mehr als überfällig, dass Pink Tank Entertainment endlich auf den bereits fahrenden Zug aufspringt und auch mal ein Konzert macht wo es eher leise zugeht und mal keineR angeschrieen wird. Am Donnerstag, dem 09.03., ist es endlich soweit und wir haben gleich drei aufsteigende Sterne bei uns zu Gast.
Zum einen wäre da Kasha aus Hamburg, deren Lieder das reflektieren, was sie ist. Manchmal stark, manchmal zerbrechlich, aber immer bemüht ehrlich zu sein zu sich selbst und auch zu anderen. In Texten auf Englisch, Deutsch und gelegentlich auch Polnisch gibt sie viel von sich preis, lässt manchmal alle Deckung fallen und macht sich angreifbar. Doch am Ende ist es sie, die eineN niederstreckt mit Songs, die einfach bewegen, einem Lächeln, das bezaubert und einer Stimme, die schon gerne mal an Tori Amos erinnert.
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Allie Total Blam Blam ist auch aus der Gegend und hat seinen Namen aus Jim Jarmusch´s Debütfilm "Permanent Vacation". In ihrer Verschrobenheit zwischen Indie, Folk und Elektronik würden sie sich wohl auch gut in einem dieses Ausnahmeregisseurs machen, aber wahrscheinlich ist dafür die Grundstimmung seiner Musik bei allem Baden in Melancholie dann doch zu positiv. Ganz ehrlich, wenn ich euch erzählen würde, das hier käme aus Omaha und der Typ sei ein guter Freund von Connor Oberst, ihr würdet es mir glauben. Aber zum Glück für euch und uns wäre das, denn dann würde er hier wahrscheinlich gar nicht mit dabei sein.
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districts, parts, belongings
Jason Anderson aka. Wolf Colonel schließlich kommt aus New Hampshire. Das ist in den USA ganz oben rechts irgendwo zwischen New York und Kanada. Und so ist auch seine Musik. Irgendwie irgendwo genau zwischen dem Flair der hippen Cafés des Big Apple und der unendlichen Weite des Landes mit den vielen Bäumen, auf jeden Fall ganz großes Gefühlskino. Solche Musik kann mensch vielleicht auch nur in Nordamerika schreiben, wo Country, Folk und Blues nicht so einen Exotenstatus wie hier haben, da wo sie Johnny Cash hatten und nicht bloß Gunther Gabriel. Egal ob mit Band oder ohne, Jason Anderson schafft es Intimität und Unmittelbarkeit zu erzeugen. Ihm gelingt es seine ZuhörerInnen mehr als nur zu unterhalten, er schafft es zu berühren. Vielleicht geht Liebe ja doch durch die Ohren…
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you fall
o jac
02.02.06 rote flora traktor + bionic ghost kids

traktor
Eben noch auf der Visions CD-Beilage, und schon bei uns im Florakeller.
Die Karriere der vier Typen aus Schweden geht echt steil bergauf!
Schweden, liegt das nicht in Skandinavien? War da nicht was? Refused, JR
Ewing und so? Ja genau, die Skandinavier wissen schon wie sich Hardcore
immer wieder frisch anhören kann und dabei Arsch tritt als würden wir
alle nicht trendy Sneaker sondern Springerstiefel mit doppelter
Stahlkappe tragen. Blood Brothers könnte mensch jetzt auch noch als
Vergleich in den Ring schicken, wenn es sein muss. Es darf geschwoft
werden, wenn die Jungs sich die Seele aus dem Leib schreien und mit
unglaublichem Groove nach vorne gehen. Also entweder in der Flora
antanzen oder später den Enkeln irgendwie erklären müssen, wieso zur
Hölle ihr das verpasst habt!
From the latest Visions cd-compilation directly to the Flora basement.
The career of thses four guys from Sweden is really going up! Sweden,
isn’t that in Scandinavia? Wasn’t there something? Refused, JR Ewing and
stuff? Yeah right, those Scandinavians do know how to make hardcore
sound fresh again and again and by that kick ass like we all weren’t be
wearing trendy sneakers but combat boots with double steel toe caps.
Blood Brothers are another comparison we could throw into the ring, if
we needed to. Dancing is allowed when these boys scream their souls out
and start through with an enormous groove. So either come to the Flora
or you’ll have to explain to your grandchildren why the hell you missed
this!
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why when how what
big inn
a damn mess
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bionic ghost kids
Die Postmoderne schlägt mal wieder zu. Zwei Jungs und ihr Freund, die
Festplatte, sind aus irgendeiner verranzten Gosse gekrochen, um mal eben
etwas ziemlich neues zu erschaffen und die Pisser auf den
Kellerkonzerten der Republik endlich mal wieder zum Tanzen zu bringen.
Electrobeats, Gitarre und Armageddongeschrei, wie die untote Version von
Atom & his Package oder Räuberhöhle auf Crack, auf jeden Fall
alles andere als alltäglich. Könnte auch ganz gut als Soundtrack für
einen Teenie Slasher in einer postapokalyptischen Megametropole dienen,
wo dann die Besucher eines Hardcorekonzerts im Keller eines besetzten
Hauses von zwei Vollpsychopathen mit Mikrokabeln erwürgt und
angespitzten Gitarrenhälsen erdolcht werden… oder auch nicht…
Postmodernism strikes again. Two boys and their friend, the hard disc,
came creeping out of some rotten gutter to create something quite new
and make the morons at the basement shows in this republic finally dance
again. Electrobeats, guitars and armageddonscreamo, like the undead
version of Atom & his Package or Räuberhöhle on Crack, in any
case everything but ordinary. This might also serve quite well as
soundtrack to a teen slasher in a postapocalyptic megametropolis where
the audience of a hardcore show in a squat basement gets strangled with
microphone cables and stabbed with a sharpened guitar neck by two
complete psychos… or whatever…
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22.01.06 rote flora this bike is a pipe bomb, sheep among lions + peters

this bike is a pipe bomb
kommen as Pensacola/Florida und spielen eine
Art Mischung aus Punkrock, Folk und Country. Klingt nach Against Me! ?
Ja stimmt, tut es wirklich und natürlich ist die neue Platte auch auf No
Idea rausgekommen. Ich glaube, zu der Musik ließe sich hervorragend
Alkohol in zu großen Mengen konsumieren. Es ließe sich aber auch klasse
dazu schwofen und mitgröhlen. Mal ist das ganze eher melancholisch und
dann wieder total aufgedreht. Diese Musik handelt vom Leben. Vom echten,
nicht dem, das die niedlichen Emoschnullis immer besingen. Wenn ihr
Against Me!, Hot Water Music, Army of Ponch oder den restlichen No Idea
Schmonsens mögt, dann kommt ihr hierdran einfach nicht vorbei.
this bike is a pipe bomb hail from Pensacola/Florida and play a mix of
punkrock, folk and country. Sounds like Against Me! ? Yeah, indeed it
does and of course the new record is out on No Idea. I think you could
really well drink too big amounts of alcohol to this. But you could also
perfectly dance and shout along to this. Sometimes melancholy and then
again totally psyched. This music deals with life. Real life not the one
those cute emoschnullis always sing about. If you like Against Me!, Hot
Water Music, Army of Ponch or the rest of the No Idea stuff you simply
cannot avoid this band.
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it matters (pinktankentertainment on myspace)
Jack Johnson
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sheep among lions
sind die neue Band von Leuten von Francis Brady, The
Storm und Tupamaros. Sie kommen großteilig aus Köln oder Leverkusen und
haben sich dem Kram verschrieben, der früher gerne mal Emo genannt
wurde. Früher bedeutet hierbei die Zeit bevor der Begriff von Dashboard
Confessional und so okkupiert wurde. Ja ja, das waren noch Zeiten. Hab
ich zwar nicht erlebt aber Bands wie Jawbreaker sind einfach immer noch
einfach brillant und es ist einfach mehr als notwendig, dass es wieder
Bands gibt, die diese Wurzeln der modernen Herzschmerzmusik sowohl
kennen als auch verarbeiten. Lasst euch bewegen!
sheep among lions are the band of people of Francis Brady, The Storm and
Tpamaros. They come mainly from Cologne and Leverkusen and have
committed themselves to the stuff that used to be called emo before this
term got occupied by Dashboard Confessional and so on. Yeah yeah, those
were the glory days. Well I didn’t witness them but bands like
Jawbreaker are still just brilliant and it is more than necessary that
finally there are bands again that know these roots of modern heartbreak
music and also use them. Let yourselves get moved!
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peters
kommen so teilweise aus Hamburg und teilweise dann doch eher über die halbe Republik verstreut, vor allem aber kommen sie mitten aus dem Leben. Ihre Mischung aus Posthardcore und Indierock ist genauso gut fühl- wie tanzbar und ihre Texte sind genauso neurotisch wie sie optimistisch sind. Oft wird gesprochen, denn wird gesungen und dann muss es halt doch irgendwie rausgeschrien werden und mindestens eine Gitarre ist sowieso immer unterwegs ins Land wo Melodien sich von Baum zu Baum schwingen. Das ist nicht nur gut, das ist auch noch enorm zeitgemäß. Da haben ein paar Jungs einfach mal alles was sie und ihre wohlgeformten Hinterteile bewegt in einen Topf geworfen und das ganze dann mit viel Enthusiasmus auf die Teller der wartenden Meute geklatscht. Jetzt schreiben sie ja eigentlich gerade neue Stücke, aber ganz vielleicht lassen sie davon ja auch schon mal was hören. Ich zumindest würde mich sehr freuen, aber wer auf der „I can't relax in Deutschland“-Compilation Egotronic featuret, kann doch eh nichts mehr falsch machen, oder?
peters come partly from Hamburg and partly from half the whole republic but mainly they come directly out of life itself. Their mix of posthardcore and indierock is just as suitable for feeling as for dancing and their lyrics are just as neurotic as they are optimistic. Often there is speaking, then there is singing and then there is again no way but screaming it out and at least one guitar is always on a trip to the land where melodies swing from tree to tree. This is not only good this is also extremely modern. Some boys just put everything that moves them and their well-formed behinds togehter here and smack it on the plates of the waiting hordes with a lot of enthusiasm. Right now they are writing new songs but just maybe they let us hear a little of these. At least I myself would be happy but a band that features Egotronic on the „I can't relax in Deutschland“ compilation can't really do anything wrong, can it?
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Tagebuch niemals gelebter Tage
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27.12.05 rote flora wow owls!, ultra dolphins + shokei

wow owls kommen aus Richmond/Virginia und das hier wird ihre erste,
letzte und einzige Europatour sein, denn direkt im Anschluss gibt es
noch ein paar Abschiedskonzerte und dann war's das. Es ist also zu
erwarten, dass die Jungs wirklich die Sau raus lassen werden, denn
schließlich ist es ihr letzter Tango und wir sind alle herzlich
willkommen mitzutanzen. Geboten wird Schreihardcore im Stile von
Yaphet Kotto oder auch Yage mit richtig schlechter Laune. Das ganze dann
noch mit einer gesteigerten Portion Punkrock und ziemlich wenig Hoffnung
auf Besserung und fertig ist die Torte für die Feier zwischen den
Feiertagen. Was an dem was sie machen so besonders ist weiss ich auch
nicht wirklich, aber irgendwie kauf ich ihnen die Scheisse ab, irgendwie
klingt das ganze grundehrlich und so als hätten sie einige Lektionen
über das Leben auf die harte Tour gelernt. Vielleicht lösen sie sich
darum auch auf?!? Einer von Light The Fuse And Run ist übrigens auch
dabei, wenn ihr Namedropping wollt, was aber eigentlich nicht nötig sein
sollte, denn Wow Owls überzeugen auch so auf ganzer Linie. Die letzte
Runde geht auf's Haus... Wow Owls hail from Richmond/Virginia and this one is gonna be their
first, last and only european tour cos directly after it is over there
will be a few some farewell shows and then it will be over. So we can
expect the guys to whoop it up as this will be their last tango and we
are all welcome to join the dance. What we get is screamo hardcore in
the vein of Yaphet Kotto or maybe Yage in a really pissed off mood. Just
add a little more punkrock and pretty little hope for recovery and here
you are the cake for the celebration between the holidays. What it is
that makes this band so special i dunno but somehow I buy it from them,
somehow this sounds fundamentally honest and like like the guys have
learnt some of the lessons of life the hard way. Maybe that is also why
they split up?!? There is also someone of Light The Fuse And Run in the
band if you want some namedropping, whaich should not be necessary cos
Wow Owls are absolutely convincing. The last orders are on the house...
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ultra dolphins sind aus Philadelphia und spielen sehr noisigen,
vertrackten Posthardcore. Ganz schön verrückt manchmal das Ganze. Kein
Wunder, sind ja auch Leute von Snack Truck am Start und da ist ja
schonmal kein Rockpop zu erwarten. Wenn mensch sich drauf einlässt, kann
das Ganze aber doch ziemlich treibend und tanzbar sein. Auf jeden Fall
ist da ne Menge Geschrei und Groove mit bei. Fallen mir jetzt auch keine
tollen Vergleiche ein. Checkt halt mal die mp3s oder lasst euch einfach
überraschen!
Ultra Dolphins are from Philadelphia and play very noisy, dodgy
posthardcore. Pretty weird sometimes but what else was to be expected
when there is guys from Snack Truck on board. So it was quite sure that
there would be no rock pop. If you engage in it the whole thing can be
pretty driving and dancable. Anyway there is a lot of screaming and
grooving. I can't really come up with great comparisons now. Go check
the mp3s or just be surprised!
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sick man outside
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shokei kommen momentan alle aus Würzburg und haben eine Split 5“ mit
Petethepiratesquid draußen. Wer letztere kennt oder vielleicht sogar
beim Konzert in der Flora war, weiß schon ganz gut, was sie/er zu
erwarten hat. Allerdings geht es hier schon ne Ecke grobschlächtiger zu
Werke und es gibt ne Menge instrumentaler Passagen. Mal verspielt, mal
nach vorne. Mal ruhig, mal so gar nicht. Mit Sicherheit eine der
interessantesten Bands im Dunstkreis des Posthardcore in Deutschland. Shokei are right now all from Würzburg and have a split 5“ with
Petethepiratesquid out. Thos who know the latter or have maybe even
attended their show at the Flora, know quite well what to expect.
However this is coarser and got a lot of instrumental passages.
Sometimes kittenish, sometimes forward-pressing. Sometimes calm,
sometimes so absolutely not. For sure one of the best bands turning
around posthardcore in germany.
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hot topic
hauptfeuerwehrmann
koro
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hot topic
13.11.05 rote flora don’t mess with texas + a fine boat that coffin + split

don’t mess with texas
sind ein Quartett aus Zagreb bestehend aus
Schlagzeug, Bass, Gitarre, Piano und keinem Gesang. Richtig gelesen, es
geht mal wieder instrumental zu Werke und wieder geht es um große
Gefühle gepresst in charmante, kleine Songs. Es ist gar nicht so einfach
sich ohne Gebrauch der menschlichen Stimme emotionalen Ausdruck zu
verleihen, doch DMWT gelingt dieses Kunststück. Grundgerüst dabei ist
meist das dem Takt sklavisch folgende E-Piano, dass den Laden zusammen
hält, so dass das Schlagzeug nicht nur als Taktgeber sondern als
richtiges Instrument eingesetzt werden kann. Der Bass gibt ein mollig
warmes Fundament und die Gitarre tobt sich dank diverser Effektgeräte
frei aus und macht weitestgehend vergessen, dass ja gar keiner singt.
Das ganze hält sich im soliden Midtempobereich und wenn die Zerre dann
und wann angeworfen wird und der Drummer in die Felle kloppt, kann
mensch dazu auch genz herrlich aggressiv mit dem Kopf nicken. Das ist
dann etwa so wie moshen zu Sigur Rós...
don't mess with texas are a Fourpiece from Zagreb consisting of drums,
bass, guitar, piano and no vocals. Correct, once again it's time for
instrumental music and again great feelings get pressed into tiny,
charming songs.It is not all that easy to express oneself without usage
of the human voice but DMWT handle this feat. Matrix for that in most
cases is the e-piano that follows the beat slavishly and so keeps the
things together which gives the drums the opportunity to be more than
just the beat donor but act like a real instrument. The bass gives a
chubby fundament and the guitar with the help of diverse effects runs
riot freely and makes one forget that there is no one who actually
sings. All his is in a solid midtempo and when every now and then the
distortion comes into play and the drummer hits it hard you can very
well do aggressive headnodding. That is a bit like moshing to Sigur Rós
then...
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marijana, daj stani
the sound of one lung filling with water
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a fine boat that coffin
sind so etwas wie die Nachfolgeband von Calling Gina Clark. Eigentlich
sind sie ziemlich genau Calling Gina Clark plus eine zweite Gitarre. Das
bedeutet kurze Attacken von Chaosmathcore mit Kopf, Herz und Geschrei.
Jazzig komplizierte Frickelteile wechseln sich ab mit amtlichem
Screamogebolze. Dem Deltaradiogeschulten Gehör mag das zugegebener Maßen
etwas antrengend erscheinen, aber wer sowas hört ist ja wohl auch ein
bißchen selber schuld, wenn der Musikgeschmack in Arsch geht. Alle
anderen dürfen sich auf anspruchsvolle, energiegeladene, treibende und
vielleicht etwas durchgeknallte Musik freuen. Hardcore für Fortgeschrittene.
a fine boat that coffin are somewhat the successor band of Calling Gina Clark. Indeed they are pretty much Calling Gina Clark plus a second Guitar. That means short
attacks of chaosmathcore with mind, heart, and screaming. Jazzy complicated fumbleparts alternate with curatorial screamoslammers. The ear that got educated by corporate rock radio may find that this is a bit exhausting but who listens to stuff like that somehow must blame oneself for a horrible taste in music. Everyone else may look forward to challenging, energetic, driving and may a bit weird music. Hardcore for
advanced listeners.
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stiller
lasst uns den jungen nicht vergessen
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split
sind von hier und spielen Indierock mit gehöriger Posthardcorekante.
Texte deutsch, englisch, schlau. Gesang Weiblein, Männlein,
abwechslungsreich. Wäre Hamburg Washington D.C. wäre diese Band auf
Dischord. Aber diese Welt ist nicht fair und so gibt es erst zwei Demos
zu bestaunen. Mal nachdenklich, mal treibend, immer gut.
split are from Hamburg and play indierock with a big posthardcore edge. Lyrics
german, englisch, clever. Singing female, male, varied. If Hamburg was
Washington D.C. this band would be on Dischord. But the world is not
fair and there is only two demos yet to enjoy. Sometimes contemplative,
sometimes driveing, always good.
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paraphase
kreisbeschleuniger
syntax error
remake
17.10.05 rote flora entartete kunst collective + holger burner

entartete kunst collective
ist ein anarchistisches Hip Hop Kollektiv aus der Bay Area in
Kalifornien bestehend aus dem DJ Malatesta und den weiblichen MCs
Drowning Dog und Raw Knowledge. Letztere ist aus Krankheitsgründen
leider nicht mit dabei auf dieser Tour. Alternativer Hip Hop ist im
Amerika der Bush Ära ja mal wieder ganz groß, Labels wie Anticon werden
zurecht abgehypt und Künstler wie Sage Francis oder Subtitle
bekommen endlich den Respekt, den sie verdienen. Das hier ist allerdings
noch eine Schublade untergrundiger und passt damit wie die Faust aufs
Auge in die Rote Flora. Entartete kunst collective is an anarchist hip hop collective from the bay area in california consisting of male DJ Malatesta and the female MCs Drowning Dog and Raw Knowledge. Unfortunately the latter isn't on this tour for health reasons. Alternative hip hop is going big again in america of the bush era. Labels like Anticon get hyped rightly and artists like Sage Francis or Subtitle finally get the respect they deserve. However this shit here is even one level more underground and so fits to the Rote Flora brilliantly.
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class war
proudhon
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entartete kunst live
Holger Burner
Hip Hop in Deutschland bedeutete seit den Fantastischen Vier in erster
Linie Deutschrap, ein unsagbar dummer Name für fast genauso schlimme
Musik. Gutelaunetexte statt politischem Bewusstsein, weiße Mittelklasse
statt ethnisch heterogene Gegenkultur. Selbst Künstler mit migrantischem
Background wie Afrob oder Kool Savas werden zu Deutschrappern und die
Brothers Keepers versuchen deutsch wieder als etwas gutes zu definieren.
Antirassistisches Engagement in allen Ehren, aber wir legen nicht den
geringsten Wert darauf Deutschland zu sein. Vor nicht allzu langer Zeit
entstand als Gegenbewegung dazu das Hip Hop Partisan Netzwerk, in dem
sich Hip Hop affine Menschen trafen und versuchten politische, linke
Diskurse mit der Hip Hop Kultur zu vereinen. Feminismus statt Arsch und
Titten, Antikapitalismus statt dicke Schlitten. Dabei werden Künstler
wie Albino oder Chaoze One auch durchaus im Punkkontext rezipiert.
Holger Burner gehört nun zu denen, die Hamburg repräsentieren in dieser
Bewegung, die versucht Hip Hop zu dem zu machen, was Punk nie war: a
voice for the voiceless!
Hip hop in germany after Die Fantastischen Vier meant primarly
Deutschrap, a damn stupid name for almost as bad music. Superficial
happyness lyrics not political consciousness, white middle class not
ethnically heterogeneous counterculture. Even artists with an migrant
background like Afrob or Kool Savas become Deutschrappers and Brothers
Keepers try to redefine deutsch as something good. Antiracist engagement
okay but we good give the least damn for being Deutschland. Not long ago
the Hip Hop Partisan network was forming as some kind of counter
movement against this where hip hop affine people meet and try to unite
leftist, political discourse with hip hop culture. Feminism not butts
and boobies, antikapitalism not big cars. Artists like Albino or Chaoze
One even get recognition in the punk scene. Holger Burner is one of
those who represent Hamburg in this movement that tries to make hip hop
what punk never was: a voice for the voiceless!
music
antifahistory
10.10.05 rote flora
analena signal lost + written from negative

signal lost
kommen von der anderen Seite des großen Teichs und spielen sehr rockigen Hardcorepunk. Jemand hat sie mal als The Avengers mit Patronengürteln beschrieben und das ist echt eine erschreckend passende Beschreibung. Neulich waren sie mit Caustic Christ auf Tour und das passt auch schon ganz gut. Ziemlich auf die Fresse aber halt nicht nur. Immer wieder gibt es Midtempopassagen und es zahlt sich aus, dass ihre Sängerin nicht nur amtlich gröhlen, sondern auch noch echt gut spät 70er/80er Style singen kann so mit viel Timbre und so. Der Schlagzeuger spielt übrigens auch noch bei J Church und Severed Head Of State und der Gitarrist bei Dethreat und Balance Of Terror. So, genug des Namedroppings. Überzeugt euch einfach selbst! Signal Lost come from the other side of the ocean and play rocking hardcorepunk. Someone once called them The Avengers with bullet belts and this is an alarmingly good description. They've just been on Tour with Caustic Christ and this fits quite good as well. Pretty much in your face but not only that. Again and again there are midtempo passages and it pays off, that their singer isn't only good in shouting but also in singing late70s/early80s style with a lotta timbre and stuff. By the way the drummer also plays in J Church and Severed Head Of State and the guitarist is also in Dethreat and Balance Of Terror. So, enough namedropping. You better see for yourselves!
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diatribe
emergency broadcast
to whom it may concern
written from negative
kommen aus Sunderland in Nordengland, einer eher nicht so spektakulären Gegend. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass ihre Musik wie das genaue Gegenteil klingt. Knallbunt, tanzbar, vitalistisch. Die Nähe zu Franz Ferdinand ist nich nur räumlicher Natur. Es wird auch den selben Helden gehuldigt. Gang of Four sind da ganz vorne zu nennen, aber anders als die Chartstürmer aus dem nahen Schottland kommen die Einflüsse hier auch noch aus ganz anderen Ecken,
denn auch Discord Bands wie Q and not U sind durchaus passend als Vergleich und das nicht nur wegen des Keybords. Musik für den dreckigen Keller der Colorline Arena. Holt schon mal die Discokugel raus! Written from Negative come from Sunderland in northern england, a rather not that spectacular region. Maybe this is the reason for their music sounding like the exact opposite. Motley, dancetive and vitalistic. The vicinity to Franz Ferdinand is not only of geographic nature. They also court the same heroes. Gang of Four are to be named first here but unlike the top of the pops band from the nearby scotland there are also influences from other directions. Discord bands like Q and not U are also a quite suitable comparrison and this not only because of the keyboards. Music for the dirty basement of the Colorline Arena. Time to take out the mirrorball!
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it’s all in the hips
life in a morning with...
26.09.05 rote flora bora + escapado

bora sind eine großartige Hardcoreband. Von Litauen aus schießen sie sich ihren Weg frei mit dieser leider viel zu selten gewordenen Art Hardcore, die weder Oldschool, noch Metal ist, sondern einfach irgendwo dazwischen, direkt von Herzen kommend und mit Vollgas in die Fresse. Die Punkroots nie vergessen und doch die Zeichen der Zeit erkannt. Auf die letzten Trends geschissen und trotzdem so viel zeitgemäßer. Auf dem diesjährigen Fluff Fest wussten sie echt zu begeistern und fielen auch dadurch auf, dass sie die ganze Zeit lächelten, wenn sie sich nicht gerade die Seelen aus den Leibern schrien. Diesen Menschen scheint der ganze Scheiß noch wirklich was zu bedeuten. Lasst euch anstecken! Bora are an awesome hardcore band. Hailing from Lithuania they blaze a trail with this nowadays seldom kind of hardcore that is neither oldschool nor metal but just somewhere right in between, straight from the heart and in your face with full speed. Never forgetting the punkroots yet recognized the signs of time. Giving a damn about the latest trend still much more seasonable. On this year's fluff fest they knew how to enthuse and stood out by smiling all the time when they weren’t busy screaming their souls out of their bodies. Seems like the whole shit still means something to these guys. Get infected!
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suffer own pain
diskvalifikuok save
as if i care
following rules
fashionable consumer
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fundamental love
escapado
Ein Reviewer nannte ihr Debütalbum "hinter den spiegeln" die beste deutsche Hardcoreplatte seit mindestens zwölf Jahren und als ich selbst sie zum ersten Mal in die Griffeln bekommen habe, habe ich sie mindestens fünfmal hintereinander gehört. Escapado verbinden den guten alten 90er Schreiemo mit
Northcorewurzeln and dem Breitwandsound von Bands wie Envy. Die Gitarren hauen einen förmlich weg mit ihrem Mix aus Power und Schönheit und die Intensität von Helges Geschrei lässt sich höchstens noch von der Eindringlichkeit seines Gesangs überbieten. Die persönlichen Texte treffen oftmals direkt ins Schwarze und immer wieder laden Schlagwörter und -sätze zum mitschreien ein. Eine besondere Band und eine besondere Freude sie hier zu haben. One reviewer named their debut full length "hinter den spiegeln" the best german hardcore record for at least twelve years and I myself listend to it at least five times in a row when I first got it into my hands. Escapado combine good old 90s screamo with northcore roots and the wall of sound of bands like Envy. The guitars simply blow you away wih ther mix of power and beauty and the intensity of Helge’s screaming can only be topped by the forcefulness of his singing. The personal lyrics often dirctly hit the mark and again and again keywords and -phrases invite to scream along. A special band and a special pleasure to have them here.
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magnolien
szenario
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worte
24.09.05 rote flora scraps of tape, once we were + daturah

scraps of tape
kommen aus Göteborg in Schweden und trotzdem ist nicht das geringste bisschen At The Gates in ihrer Musik zu hören. Kein Death Metal aber dennoch melodisch und mit viel Energie, aber anders als beim landläufigen Schwedentod kommt diese hier nicht durch eine volle Breitseite zustande, sondern durch eine enorme Dynamik. Meist mäandern einen wunderschöne Melodien auf ganz kleiner Flamme irgendwohin ins Land der Träume und dann irgendwann bricht ein kleiner Orkan los und fegt einen einfach so mirnichts dirnichts davon, alles ohne viele Worte oder monumentale Gesten, einfach nur die Power vollendeter Melodien und eine Extraportion Leidenschaft. Das ist ein bisschen so als wenn Björk in einem einsamen Leuchtturm ihre Lieder singen würde und von Zeit zu Zeit kommen Neurosis vorbei und spielen einfach eine Weile mit. Sehr skandinavisch irgendwie... Scraps of Tape come from Gothenburg in Sweden, however they don’t sound the least bit like At The Gates. No deathmetal but still melodic and full of energy yet in difference to swedendeath this energy doesn’t come from a direct assault but from an enormous dynamic. Most of the time wonderful melodies meander you into the land of dreams on small flame and then suddenly a little hurrican breaks out and sweeps you away lefthandedly. All that without many words or big gestures, just the power of perfected melodies and an extra portion passion. This is a bit like Björk singing her Songs in a lonely lighthouse somewhere ans every now and then Neurosis come over and join in for a while. Very scandinavian somehow...
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fuckers come to collect
once we were
klingen nicht ganz so porös wie Scraps of Tape, kommen aber ebenfalls aus Schweden. Sie werden auch selten so leise, starten dafür aber ab und zu einige wirlich heftige Noiseattacken. Gesungen wird auch hier nicht viel, dafür kommen zumindest auf Platte etliche andere Instrumente vom Piano bis zum Glockenspiel zum Einsatz. Was davon live umzusetzen ist, lassen wir uns überraschen! Ihre EP "the winter kept us warm" wurde von Mathias Oldén von Logh produziert und im Spannungsfeld der Musik dieser Band bewegen sich auch Once we were mit ihrem athmosphärischen Postrock. Laut, leise, großes Kino und Kammerkonzert alles auf einmal. Passend zur Band scheint der Sommer nun auch endgültig passé zu sein. Herbstmusik. Once we were don’t sound as porous as Scraps of Tape but they are from sweden, too. They also sedom become as quiet but in return they start some really fierce noise attacks. There isn’t much singing here, either, but at least on record a lot of different instruments from piano to chimes are used. We’ll see what of all this they will be able to perform live. Their ep "the winter kept us warm" was produced by Mathias Oldén of Logh and within the stress area of this band is where Once we were with there athmospheric postrock move, too. Loud, quiet, blockbuster and chamber music all at once. Conveniently the summer seems to have taken its final breath. Autumn music.
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winter kept us warm - em
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quicktime
daturah lassen sich Zeit. Ihre Songs dauern immer etwa fünfzehn Minuten und steigern sich langsam von brüchigen Gitarrenharmonien zu wahren Soundwandmonstern, die einem gehörig die Ohren durchpusten. Nach langen Minuten ebenso schöner wie Spannungsgeladener Melodien wirken diese geradezu erlösend. Mensch erwartet, dass sich jetzt jeden Moment jemand die komplette Seele aus dem Leib schreien wird, aber gerade das passiert nicht. Niemand schreit und niemand singt. Lediglich athmosphärische Sprachfetzen werden hin und wieder eingespielt. Es lohnt sich zuzuhören bei diesen fünf Menschen aus Frankfurt am Main.
Daturah take their time. Their songs take always about fifteen minutes and augment slowly from fragile guitar harmonies to real wall of sound monsters that kind of blow your ears. After minutes of beautiful melodies full of tension these blows work downright redeeming. One awaits someone coming out now screaming his/her complete soul out of his/her body but that's exactly what is not happening. No one screams and no one sings, only athmospheric spoken word frazzles are played every now and then. Taking a listen pays with these five people from Frankfurt am Main.
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shoal (full version)
warmachines (snippet)
lovelight (snippet)
28.08.05 rote flora lack, song and dance + the je ne sais quoi

lack
Je länger die Band existiert, desto ruhiger wird die Musik von lack, jedenfalls auf den ersten Blick. War "blues moderne, danois explosifs" noch ein ziemlicher Brecher, so dominieren nun doch eher die nachdenklichen Töne. Jetzt allerdings zu denken, die Band hätte in irgendeiner Weise ihren Intensität und ihren Biss verloren, wäre mehr als falsch, denn das Gegenteil ist der Fall. Zwar weiß der Körper meist gar nicht wie er sich zu der Musik verhalten soll, doch wird er von der Musik unwillkürlich in rythmische Bewegungen versetzt. Energie staut sich an and alles kocht auf hohem Niveau. Spannung liegt in der Luft, doch zum wirklichen Ausbruch kommt es nur ganz selten, aber dann gibt es kein Halten mehr. Posthardcore von ungeheurer Dringlichkeit.
The longer the band exists the calmer becomes the music of lack at least at first sight. While "blues moderne, danois explosifs" was quite a crusher, now the rather contemplative sounds dominate. But thinking the band had lost their intensity and their bite now would be more than wrong. The opposite is the case. Indeed the body often doesn’t know how to react to the music but involuntarily it gets set into rhythmic motion. Energy is accumulated and everything boils on a high level. Tension is in the air but real outbreaks are rare but when they come there is no hold back. Posthardcore of tremendous urgency.
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primo levi (be there pulse)
zur genealogie des modernen menschen (blues moderne:danois explosifs)
solipsist letter to the world (blues moderne:danois explosifs)
song and dance
sind wohl einmalig in Deutschland. Wie keine andere Band schaffen sie es Omaha und Washington D.C. so sehr zu etwas Neuem zu verschmelzen, dass das Ganze viel mehr ist als nur die Summe der Teile. So schreckt die Band um Sängerin und Bassistin Eva auch nicht vor gelegentlichen Synthiebeats zurück und auch ein Akkordeon wurde schon auf der Bühne gesichtet. Das Grundgerüst für derlei Ausflüge ist jedoch enorm guter Posthardcore mit unglaublich guten Gitarren und einem ebenso einmaligen wie tiefgehenden Leadgesang. So tanzbar, so melancholisch, so verdammt gut.
song and dance are pretty unique in germany. Like no other band they manage to amalgamate Omaha and Washington D.C. to something all new so the ensemble is more than the sum of the parts. The band around singer/bassist Eva doesn’t refrain from occasional synthie beats and also an an accordion has been witnessed on stage.The skeletal structure for such excursions is yet perfect posthardcore with unbelievably brilliant guitars lead vocals that are just as unique as running deep. So dancable, so melancholy, so damn good.
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coding
black boat
soliloquy
the je ne sais quoi
kommen aus Schweden wie so viele gute Bands vor ihnen und sind als letztes ins Billing für dieses Konzert gerutscht. Genau wie die anderen beiden Bands des Abends greift hier der Begriff Hardcore, so wie er mittlerweile gebraucht wird, nicht mehr. Hier gibt es weder Circlepits noch Walls of death. Kein Testosteron, kein früher war alles besser und wahrscheinlich kein einziges Metalriff. Dafür Energie, Schweiß und ganz großer Tanz. Rockmusic kann so tanzbar sein wenn wir nur wollen! Martin Büsser hat vor zehn Jahren in "if the kids are united" Hardcore als Gegenbewegung gegen den Stillstand der sich immer nur selbst wiederholeneden Punkbewegung defininiert. Wenn dem so ist, dann ist dieser Abend ein weiteres Manifest gegen den Stillstand im Hardcore, gegen die zehnte Band, die klingt wie Orchid, die zwanzigste, die Hatebreed kopiert und die hundertste, die nach Youth of Today aufgehört hat zuzuhören. Erwartet weiblichen Leadgesang, pumpende Basslinien, zwei Drumkits auf der Bühne und wackelnde Hüften bis zum Horizont.
the je ne sais quoi come from sweden like so many great bands before them and were the last to slip into this concert’s billing. Just like the other two bands of this evening the term hardcore as used in the meantime doesn’t get grip any longer. No circlepits and walls of death here. No testosterone, no back in the days and probably not a single metal riff. But therefor energy, sweat and real big dancing. Rock music can be so danceable if we only want to! Ten years ago in his book "if the kids are united" Martin Büsser defined hardcore as a countermovement against the standstill of the always selfrepeating punk movement. If this is true then this evening is another manifesto against the standstill in hardcore, against the tenth band sounding like Orchid, the twentieth Hatebreed copy and the hundredth that stop listening after Youth of Today. Expect female leadvocals, pumping basslines, two drumkits on stage and shaking hips up to the horizon.
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we make beginnings
death of them
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station to station
16.08.05 rote flora pete the pirate squid + aosuke

pete the pirate squid
sind je zur Hälfte Jungs und Mädchen, Berlin und Dresden. Die Musik ist eher weniger binär. Hier vermischen sich Einflüsse von überall her, wo Musik noch mehr ist als Unterhaltung und Hintergrundgeräusche. Am Ende des Tunnels steht Postirgendwas und alle Köpfe nicken und die paar letzten, die noch wissen wie das geht, können nicht anders als zu tanzen. Hier gibt es kein Emo ohne Motion und so oder so ist diese Band einfach scheisseinzigartig.
pete the pirate squid are half boys, half girls, half Berlin, half Dresden. Yet the music is less binary. Influences are mixed from out of everywhere music is still more than entertainment and background noises. At the end of the tunnel there is postwhatever and all heads are nodding and the last few who still know how to can't but dance. No emo without motion and anyway this band is just so fucking unique.
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tinseltown damned fotografie
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all the way from your bed to the door
burn in hell employee of the month
i´m not dancing because i like this band i´m dancing because i´m cold
aosuke
- das sind zwei Typen aus Hamburg und ein Haufen Gerätschaften mit vielen, vielen Knöpfen und noch mehr Kabeln. Heraus kommt eine Wand aus Geräuschen die weit über das hinausgeht, was der/die Durchschnitts-
punkrockerIn so in seiner Freizeit hört. Beeindruckend und inspirierend. Wenn Kunst und Musik Gegensätze wären, wüsste ich echt nicht was das hier ist.
aosuke - this is two guys from Hamburg and a bunch of apparatuses with many many buttons and even more cables. The result is a wall of noise that exceeds by far what the average punkrocker listens to in his or her free time. Impressing and inspiring. If art and music music opposed each other I really wouldn't know what this stuff is.
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ant architecture
gorilla in flight
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